Kunst

Höhlenmalerei an der ALS entdeckt:

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Roland schlägt neue Töne an

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Trotz Abi-Stress haben Pennäler der Alten Landesschule mit Kunstlehrerin Birte Menzler ein herausforderndes Projekt bewältigt. Schrill, mit Kussmund und Tattoo am Allerwertesten kommt die gestaltete Rolandsfigur aus Holz daher. Foto: Kleine

Zur Kunstwoche wird die historische Symbolfigur der alten Hansestadt quicklebendig

Grell bunt oder ganz in Schwarz, mal als Holzskulptur, mal schwermetallisch drapiert: Korbachs historische Rolandsfigur präsentiert sich zur Kunstwoche vom 2. bis 5. Mai so vielfältig wie die Kunst selbst.

Korbach. Raum 132 im ersten Stockwerk riecht nach Acrylfarbe. Über ein Dutzend Abiturienten haben das Klassenzimmer in eine Malerwerkstatt verwandelt. Die eine Schülerin tupft letzte Punkte, der andere Schüler zieht noch einige Linien – und am Allerwertesten der hölzernen Rolandsfigur prangt sogar ein „Ar...geweih“ als Tattoo.

Für den Kunstkurs der Klasse 13 an der Alten Landesschule war das Projekt „Roland“ eine wahre Herausforderung. Mitten im Abi-Stress stellten sich 19 Oberprimaner unter Regie ihrer Kunstlehrerin Birte Menzler der künstlerischen Aufgabe. Schrill und farbenfroh kommt Korbachs Symbolfigur nun daher – ein echter Hingucker.

Das Startsignal zur außergewöhnlichen Kunstaktion gab der Lions-Club Korbach-Bad Arolsen. Als Kunstobjekt soll der historische Roland künftig gestaltend wirken und wieder stärker ins Bewusstsein rücken – ob in öffentlichen Gebäuden, Unternehmen oder im Straßenbild. Der geplante Verkauf der Kunstobjekte dient zugleich einem wohltätigen Zweck: Der Förderverein des Lions-Clubs Korbach-Bad Arolsen unterstützt mit dem Erlös benachteiligte Kinder aus der Region.

Der Roland ist Symbol für Rechte, Freiheit und Handel in Korbach. Historisches Vorbild der Figuren ist ein tapferer Paladin Karls des Großen, der im 9. Jahrhundert das Frankenreich gegen die Mauren aus Spanien verteidigte. Der wohl berühmteste Roland steht seit 1404 in Bremen.

Als einzige Hansestadt Hessens besitzt aber auch Korbach einen Roland, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Das Original steht geschützt im Rathausfoyer, für die Arkadengänge außen am Rathaus wurde eine Kopie gefertigt.

Zehnmal der Roland

Unentgeltlich haben sich insgesamt zehn heimische, aber auch namhafte auswärtige Künstler und -gruppen am Rolandsprojekt beteiligt. Dazu zählen Emell Gök Che (Paderborn) als Korbacher Kunstpreisträgerin 2010, der international bekannte Maler Andreas Kopp (Paderborn) – und Thomas Henke. Der gebürtige Korbacher ist Professor für Neue Medien an der Fachhochschule Bielefeld (wir berichteten).

Zur Kunstwoche vom 2. bis 5. Mai werden die Kunstobjekte im Modehaus Manhenke präsentiert. Korbacher und Besucher werden wahrlich außergewöhnliche „Schaufensterpuppen“ erleben. Im Anschluss an die Kunstwoche sollen die künstlerisch gestalteten Roland-Figuren neue Besitzer finden.

Ansprechpartner für Interessenten: Holger Vogel, Präsident des Lions-Clubs, Tel. 05631/3366; Dirk Bödefeld, Clubsekretär, Tel. 05631/506980.

Jörg Kleine, WLZ

 

Ansichtssachen: Nofretete in der Moderne

 

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Franziska Weber (Antonio Gaudi)

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Verena Hankel (Edvard Munch)

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Kristina Theis (Vincent van Gogh)