Partnerschaften

Elkhorn - Korbach

The United States of America: the land of unlimited opportunitie

Schüleraustausch der Klassenstufe 9 nach Elkhorn, Wisconsin (24. Oktober - 03. November 2011)

 

Am Montag nach den Herbstferien (24. Oktober 2011), ging es für uns, die Schüler der neunten Klassen und die begleitenden Lehrer Frau Hodek und Herrn Wittrodt, früh morgens um 6.00 Uhr los zum Frankfurter Flughafen. Nach circa drei Stunden Fahrt kamen wir müde aber gespannt an und ließen die Kontrollen über uns ergehen. Nach einer schier entlosen Warterei konnten wir endlich ins Flugzeug einsteigen. Der neunstündige Flug verging sozusagen wie im Flug, denn jeder von uns hatte einen eigenen Bildschirm mit Filmen, Musik, Spielen, Fernsehsendungen. Nach der Landung mussten wir zwei Stunden an der Homeland Security warten. Wir alle hatten brav den Satz "We are paying to visit our partner school in Elkhorn, Wisconsin" auswendig gelernt, um bei der Einreise für mögliche Fragen gewappnet zu sein. Nach überstandener Kontrolle warteten der amrikanische Lehrer, Mr. Kyle Gorden, und ein Busfahrer am Ausgang des Flughafens, um uns zu empfangen und abzuholen. Hungrig, durstig und übermüdet wurden wir bei Ankunft an der Elkhorn Area High School von unseren Gastfamilien mit Wasserflaschen begrüßt.

 

Einige Fotoimpressionen vom Besuch 2011:

Unser Gepäck wurde rasch eingeladen und auf ging's in unser "neues Zuhause". Angekommen in unserem neuen Heim überreichten wir unsere Gastgeschenke und unterhielten uns noch ein Weilchen über die Anreise. Versuche, den sehr bemühten Gastfamilien ein bisschen deutsch beizubringen, schienen unmöglich, und nach einer kleinen Führung durch die neuen Domizile bekamen wir unsere Zimmer gezeigt und fielen alle hundemüde nach einem äußert anstrengenden Tag ins Bett.

Der Morgen begann viel zu früh mit einer Dusche und einem typisch amerikanischem Frühstück. Bagels, Speck mit Eiern und pancakes. Um 7.25 Uhr versammelten sich alle deutschen Schüler mit Austauschpartner im Auditorium und wurden herzlich von Deutschlehrer Mr. Gorden und der Schulleiterin begrüßt. Frau Hodek empfing uns ebenfalls herzlich zu einer spannenden Woche.

Nach Begrüßung machten wir uns auf zur Schulbesichtigung und staunten doch sehr über die anscheinend endlosen Sporteinrichtungen wie zum Beispiel der hauseigenen Schwimmhalle. Dann wurden wir über das "Homecoming", eine Art Schulball, aufgeklärt. Seniors der Elkhorn Area High waren begeistert und äußerst gesprächsfreudig und unterhielten sich prompt mit uns. Nebenbei wurden wir mit pancakes beglückt. Danach war es Zeit für eine erste Unterrichtsteilnahme, denn jeder von uns hatte den Stundenplan seines Austauschpartners und einen Gebäudeplan bekommen. Viele Schüler der Elkhorn Area High kamen auf uns zu, umarmten uns und freuten sich wahnsinnig, "a German" zu treffen. Nach Verspeisung des mehr oder weniger leckeren lunch nahmen manche von uns am Sportunterricht in kurioser, schuleigener Sportbekleidung teil. Um 14.30 endete der erste Schultag und wir fuhren mit den typisch gelben, amerikanischen Schulbussen nach Hause. In unseren Familien erlebten wir ihr anschließend Alltagsleben. Während ich mit Alex, seiner Schwester Jess und seinem Vater Ken zum Kampfsporttraining ging, war Theres mit ihrer Austauschpartnerin Jessica im Garten und sprang Trampolin. Am Abend veranstalteten die Seniors ein Pop Konzert, zu dem wir alle herzlich eingeladen waren. Nach einem supercoolen ersten Tag in den Staaten merkten wir allerdings ebenfalls, wie der Jet Lag seinen Tribut forderte, denn wir waren alle sehr, sehr müde.

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Wir hatten ein umfassendes Programm. Am folgenden Tag machten wir eine Bootstour auf dem Lake Geneva mit anschließender Stadtbesichtigung und Gruppenfoto. Das Wild West Museum, das wir danach besichtigten, war in Ordnung und ganz lustig. Der Abend wurde für alle ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Fotoshooting im Wild West Stil wartete auf uns. Alle hatten Spaß, und so ging ein gelungener zweiter Tag zu Ende.

"Auf nach Chicago!!!!" hieß es am dritten Tag. Wir besichtigten den 527 Meter hohen Willis Tower mit insgesamt 108 Stockwerken und genossen die unglaubliche Aussicht vom Skydeck. Wer sich traute, konnte in Glasbalkonen 412 Meter in die Tiefe schauen. Als wir uns von diesem kleinen Abenteuer erholt hatten, stand erst mal eine Kostprobe des amerikanischen "Mecces" auf dem Programm. Fazit: besser als unseres!! Wir bestaunten das megagroße Field Museum und genossen einen 3-D Film über den T-Rex Sue.

 

Das Wochenende genossen wir in ganzen Zügen mit diversen Aktivitäten. Viele gingen ausgiebig shoppen, andere wiederum in Freizeit- und Wasserparks. Ein Lagerfeuer am Samstagabend war ebenfalls ein kleines Highlight, zu dem allerdings nicht alle eingeladen waren, da es privat war. Die Burger aus selbstgejagtem Fleisch waren gewöhnungsbedürftig, da der Fleischwolf wohl auf sehr grob eingestellt worden war. Samstag und Sonntag hieß es bei vielen "Trick or Treat". Halloween stand vor der Tür und Kostüme wurden besorgt, gebastelt und Kürbisse ausgehöhlt. Halloween in Amerika ist echt ein super Erlebnis, denn die Häuser werden so gruselig geschmückt, als würde Frankenstein höchstpersönlich darin wohnen. Wenn jemand das Adjektiv crazy verdient, dann die Amerikaner.

Das Wochenende ging zu Ende und der Montag startete mit einer Tour nach Milwaukee in einen botanischen Garten "The Mitchell Domes". Dann ging's auf in den "Miller Park", ein gigantisches Baseballstadion. Damit noch nicht genug, denn wir besichtigten das Harley Davidson Museum. Shoppen rundete den Tag ab. Danach hieß es für alle HALLOWEEN!!!

Viele gingen mit ihren Austauschpartnern "trick or treating" und schmückten ihr Haus so gruselig wie nur möglich. Selbst am Abend und in der Woche gibt es für die Amerikaner kein Feierabend wenn es um Halloween geht und so feiern sie bis spät in die Nacht. Die Woche neigte sich dem Ende zu und so gab es ein Verabschiedungs-Halloween-Dinner für alle Familien in der Elkhorn Area High.

Eine der "leckersten" Fahrten war die Besichtigung einer Eisfabrik in Madison, der Hauptstadt Wisconsins mit anschließender "Stichprobe". Ein weiteres und letztes Museum stand auf dem Plan, das wir über uns ergehen ließen und schließlich besuchten wir in der Hauptstadt das State Capitol. Ein sehr beeindruckendes Gebäude für große Politik.

 

Der Mittwoch kam viel zu schnell und schon hieß es time to say goodbye.

 

Unter Tränen verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und Gasteltern und bekamen das Versprechen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben. So traten wir die Rückreise an. Dieser Austausch wird uns für immer in guter Erinnerung bleiben und wir hoffen, dass noch viele Generationen nach uns die Möglichkeit bekommen, solch ein Abenteuer zu erleben.

 

Fazit: America remains the land of unlimited opportunities.

 

Luisa Bethke und Theres Fingerhut 

 

 

Partnerschaft der Alten Landesschule mit Elkhorn/Wisconsin rückt näher 

Amerikaner entscheiden am Montag

 

Mit Zuversicht auf dem Weg zur Partnerschaft: v. l. Schulleiter Robert Gassner, die für den Austausch zuständige Kollegin Beate Schmidt-Grass, Rhinehart Lintonen, Kyle Gorden und Fachbereichsleiterin Gabriele Sommer (sprachlicher Bereich). (Foto: Helmke)

 

 

 

Zwei Lehrkräfte der Elkhorn Area High-School besuchten den Landkreis und die Alte Landesschule. Auch ein Besuch bei der Paul-Zimmermann-Schule stand auf dem Programm. Die Gäste zeigten sich sehr interessiert am Zustandekommen einer Schulpartnerschaft mit dem Korbacher Gymnasium.

 

Kyle Gorden und Rhinehart Lintonen nahmen viele Eindrücke von der Alten Landesschule mit. Sie besichtigten nicht nur das Schulgebäude, sondern besuchten auch die Englischstunden zweier achter Klassen. Diese Klassen führen bereits einen regen E-Mail-Austausch mit ihren Alterskollegen in Elkhorn und sitzen, wie Englischlehrerin Birte Menzler sagte, quasi schon auf gepackten Koffern, um baldmöglichst durch einen Besuch in Elkhorn den anvisierten Schüleraustausch zu starten.

 

In der Gesamtkonferenz referierte Lintonen launig und sehr sachkundig über das amerikanische Schulsystem, über das gegenseitige Selbst- und Fremdbild amerikanischer und deutscher Jugendlicher und natürlich über Elkhorn und die umgebende Region. Schon tags zuvor war bei einem intensiven Gespräch detailliert erarbeitet worden, wie das Austauschprogramm im nächsten Jahr konkret starten kann.

 

Bevor dies in die Realität umgesetzt wird, muss das dortige School Board nach Würdigung des Berichts der beiden Lehrkräfte noch offiziell seine Zustimmung geben. Das School Board ist ein eigens von den Wählberechtigten gewähltes Gremium, das eigene Schulsteuern festlegt und. erhebt. Damit kann es seine Verantwortung für das gesamte Erziehungssystem vom Kindergarten über die Elementary und die Middle School bis hin zur High School finanzieren. Es hat in diesem Bereich volle Souveränität und ist sowohl für die sächliche Ausstattung und für das technische Personal als auch für die Inhalte und für die Lehrkräfte zuständig. Es gibt also keinerlei diesbezügliche Kompetenzen des dortigen Landkreises, Walworth County, dem Partnerlandkreis des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

 

Nach der vermutlich am kommenden Montag erfolgenden Zustimmung des School Boards wird ein hochoffizielles „Memorandum Of Understanding" („MOU") zur Bekräftigung des Schüleraustauschs verfasst und gegenseitig unterzeichnet. Es enthält allgemeine Grundsätze, während die jeweiligen Durchführungsdetails pragmatisch zwischen den Schulen geregelt werden. Geplant ist, dass die Schüler gegenseitig in Gastfamilien untergebracht werden und der Austausch jeweils zehn Tage dauert. Ein erster Besuch einer Korbacher Gruppe könnte im Juni/Juli nächsten Jahres den Auftakt zur Schulpartnerschaft geben. Der Gegenbesuch könnte im Herbst desselben Jahres erfolgen.

WLZ vom 20.6.08

 

 

BESUCH IN WISCONSIN (USA) AN DER ELKHORN AREA HIGH SCHOOL

"Austausch der Erfahrungen in den Bereichen Erziehung und Bildung, Jugendaustausch" - so lauten die ausdrücklichen Zielsetzungen in dem 2003 geschlossenen Partnerschaftsvertrag zwischen dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem County Walworth in Wisconsin, USA. Nachdem Landrat David Bretl bereits mehrmals zu Vorgesprächen über ein mögliches Austauschprogramm zwischen ALS-Schülern und der in seinem Landkreis gelegenen Elkhorn Area High School im Korbacher Gymnasium gewesen war, erging Anfang Dezember 2007 eine offizielle Einladung an eine Lehrerdelegation der Alten Landesschule.

 

 

Schulleiter Gassner, Fachbereichsleiterin Sommer und die mit dem englischsprachigen Austausch beauftragte Kollegin Schmidt-Grass traten darauf hin am 26. Januar die Reise nach Wisconsin an.

 

Es fanden zunächst intensive Gespräche mit den dortigen Kreistagsabgeordneten statt. Schulleiter Gassner formulierte hier wie auch später vor Vertretern der Schule und in einer weiteren Befragung durch Repräsentanten des Schulverwaltungsgremiums (School Board) die Vorstellungen der Alten Landesschule von einem internationalen Schüleraustausch: Erkundung der beiden Schulsysteme, Kennenlernen der fremden Kultur und der beiden Lebensweisen bei Unterbringung in Gastfamilien. Die von Frau Schmidt-Grass übersetzten Zielformulierungen stießen bei der Zuhörerschaft auf größte Aufmerksamkeit, hat man doch an der Elkhorn Area High School zum einen offenbar schon schlechte Erfahrungen mit Austauschprojekten gemacht, ist zum anderen ein Austauschvorhaben hier unbedingt genehmigungspflichtig durch das übergeordnete Schulverwaltungsgremium (School Board). Das Interesse an den weitgereisten Gästen war allgemein groß, die Aufnahme sehr herzlich. Im Bundesstaat Wisconsin leben viele deutschstämmige Amerikaner, und die Menschen weisen gerne auf ihre "german heritage" hin.

 

Im späteren Verlauf des Tages stellte man der deutschen Delegation zunächst die "Lakeland School" vor, eine von zwei Schulen im Staate Wisconsin für behinderte Kinder. Die Schule wird noch in diesem Jahr vom Umzug in einen großzügigen Neubau profitieren können.

 

Nicht ausgeschlossen ist, dass auch die Kinder der "Lakeland School" am Austauschprojekt teilnehmen werden. Der anschließende Besuch in der Elkhorn Area High School ermöglichte dort zunächst Einblicke in das Unterrichtsgeschehen, denn auf dem Programm stand die Teilnahme an einer Mathematik- und einer Englischstunde der Klasse 9.

 

Die deutschen Gäste wurden auf ihrem Rundgang, der auch ein gemeinsames Mittagessen in der Schulkantine vorsah, von der Schulleiterin Tina Basworth, dem Deutschlehrer Kyle Gordon, der Schulsprecherin und einigen anderen älteren Schülern begleitet. Die Begleiter waren offen, auskunftsfreudig, beantworteten geduldig die vielen Fragen und überreichten zum Abschied Informationsmaterial und Geschenke an die Gäste aus dem von Schülern verwalteten "Schulshop". Hier erwerben die Elkhorn-Schüler ihre Schullektüren und ihre Sportkleidung mit dem Schullogo.

 

 

Ganz besonders beeindruckend war die sächliche Ausstattung der Schule: eine sehr große komfortable Sporthalle, ein Kraftraum und ein Schwimmbad, ein gut ausgestatteter Bibliotheksarbeitsraum, ein beinahe professionell wirkendes Theater dürften die unterrichtliche Arbeit hervorragend unterstützen. Die Schule kann darüber hinaus jedem Lehrer ein eigenes Büro zu Verfügung stellen. Insgesamt hat die deutsche Delegation einen sehr positiven Eindruck von der künftigen Partnerschule in den USA und ihrem unmittelbaren Umfeld gewonnen.

 

Es bleibt zu hoffen, dass Schüler der Alten Landesschule alsbald die Möglichkeit haben werden, nach Elkhorn zu reisen. Ein Besuch der nahe gelegenen Stadt Chicago am Michigan See mit ihrer imposanten Skyline und ihren zahlreichen Museen, etwa dem "Art Institute of Chicago" oder dem naturhistorischen "Field Museum", sollte in jedem Fall in die Planung des Austauschprogramms einbezogen werden.

 

Für die nahe Zukunft ist vereinbart, dass die Elkhorn Area High School den von einer Klasse 8 der Alten Landesschule bereits initierten E-Mail Kontakt aufnimmt. Auch eine Videokonferenz von Schule zu Schule soll ermöglicht werden. Im Sommer erwartet die Alte Landesschule dann den Gegenbesuch einer Schuldelegation aus Elkhorn.

 

Die endgültige Zustimmung zu dem Austauschprojekt obliegt jedoch in Elkhorn dem zuständigen Schulverwaltungsgremium (School Board).

 

Schul- und Städtepartnerschaft Avranches - Korbach

 

60 Jahre Schulpartnerschaft ALS - Avranches

Vom 27.2. bis 6.3.2012 war eine Abordnung der Alten Landesschule unter Leitung ihres Schulleiters OStD Gassner in Avranches, Frankreich, um die Feierlichkeiten zum 60. Bestehen des Austauschs mit dem Lycée Littré zu begehen. Die Schülergruppe wurde weiterhin begleitet von Frau Hodek, Frau Junker, Herrn Laube und Frau Gassner.
Hier finden Sie das Programm der Woche mit dem Gruppenfoto

 

Ausflug nach Saint Malo 

Dieses Jahr feierte unser Gymnasium, die Alte LandesschuleKorbach, das 60-jährige Jubiläum des Schüleraustauschs mit dem Collège Chamelle Lacour und dem Lycée Littré´aus Avranches.

Insgesamt haben 58 Schüler und fünf Lehrer am Austausch teilgenommen.

Ein unvergesslicher Tag war dabei der Ausflug nach Saint-Malo. Dort haben wir unter anderem auch ein Meerwasser-Aquarium besichtigt, wo wir Rochen und Haie streicheln durften. Bei einer U-Bootfahrt konnte man sich einen Einblick in die Unterwasserwelt verschaffen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, manch unbekanntes Tier näher kennenzulernen. Außerdem erhielten wir Informationen über verschiedene Meerestiere und -pflanzen. Auch Saint-Malo selbst haben wir besichtigt. Am Strand führte eine lange Promenade entlang, von der wir einen wunderschönen Ausblick auf das weite Meer hatten. Auf einem Aussichtspunkt aßen wir dann gemeinsam und fütterten die Möwen. Auch die Innenstadt war nicht sicher vor uns. Wir schauten uns also die schmalen Häuser und Gassen an. Doch auch das Shoppen in den schönen Boutiquen kam nicht zu kurz.

 

Für uns war nicht nur der Ausflug nach Saint-Malo, sondern der ganze Austausch ein schönes Erlebnis. Wir haben viel über die Sprache und die Kultur der Franzosen gelernt. Die Franzosen essen zum Beispiel häufig Croissants zum Frühstück, welches sie in Kakao tunken. Dies fanden wir am Anfang etwas komisch, jedoch konnten wir uns schnell daran gewöhnen. Auch den anderen Angewohnheiten haben wir uns angepasst und fanden es nach einiger Zeit normal.

Von Juliane Veltum (8c), Aline Berthold und Vanessa Menne (beide 8b)

 


 

Hr4-Nordosthessen, 03.02.2012

Land und Leute, ihre Sprache und Kultur, ihren Alltag und ihre Sitten kennen lernen, das war von Anfang an das Ziel von Partnerschaften zwischen deutschen und ausländischen Schulen.

Das Gymnasium im nordhessischen Korbach, die Alte Landesschule", hatte bereits 1952 beschlossen, einen Kontakt zum Gymnasium in Avranches, einer kleinen Stadt in der südlichen Normandie, zu schließen. Daraus ist eine 60 Jahre andauernde Schulpartnerschaft entstanden. Seit gestern Abend sind wieder 60 französische Schülerinnen und Schüler zu Besuch in Korbach.

Thomas Korte

 

Radiobericht von HR4 in MP3-Form

Ein Bericht über den Austausch 2010 von Nicole Nadine Hodek und Jannik Becker, 9e

 

Gold für schulische Einrichtungen 

 

Freitag Nachmittag feierten Franzosen und Deutsche im Lycée Littré das 50jährige Jubiläum der Schulpartnerschaft zwischen dem Lycée Littré und der Alten Landesschule Korbach. 

Allain Chesnay, der Schulleiter des Lycée Littré, freute sich sehr, die deutsche Delegation zu empfangen. Sie bestand aus ca. 25 Schülern, begleitet vom Schulleiter der Alten Landesschule Karl-Heinz Keudel und seinem Kollegen, dem Direktor der Louis-Peter-Schule, Herrn Segler, sowie von Heinz Merl, dem Vorsitzenden des Stadtparlaments von Korbach. "Wir besiegeln heute ein halbes Jahrhundert Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten, eine Partnerschaft, die mit dem Austausch von unseren Schülern begann und zwar zehn Jahre vor der offiziellen Unterzeichnung der Urkunde über die Städtpartnerschaft zwischen Avranches und Korbach." Und diese lange Beziehung ist ganz im Sinne der Geschichte verlaufen, denn zur gleichen Zeit arbeiteten in Deutschland und in Frankreich die politischen Vertreter daran, einen Weg weg vom Krieg und hin zu einer Kultur des Friedens zu finden. Die Einwohner von Avranches und Korbach hatten aber bereits - ohne auf offizielle Initiativen zu warten - freundschaftliche Beziehungen geknüpft.

Jedes Jahr empfängt das Lycée Littré eine deutsche Fremdsprachenassistentin, und dieses Jahr ist sogar ein deutscher Schüler im Literaturkurs eingeschrieben. Aber dennoch muss festgestellt werden, dass in den Schulen von Avranches die Schüler immer seltener die deutsche Sprache lernen. Herr Chesnay ist aber dennoch davon überzeugt, dass "die Schulpartnerschaften eine übergeordnete Rolle spielen, um den Austausch zwischen Avranches und Korbach weiterzuentwickeln. Zusammenkünfte wie die heutige sind wichtig, um die Beziehungen zwischen Franzosen und Deutschen, d.h. zwischen den Bürgern Europas mit Leben zu füllen. Es ist wichtig, dass die schulischen Einrichtungen von Avranches all ihre Kräfte weitmöglichst vereinigen und all ihre Möglichkeiten ausschöpfen. 50 Jahre Partnerschaft sind sicherlich ein langer Weg, aber es bleibt viel zu tun." Aufenthalte von Schülern, Praktika von Jugendlichen in Betrieben und im Dienstleistungsbereich, usw. sind wesentliche Voraussetzungen, um die Lust zu wecken, aus eigener Initiative das Nachbarland wieder zu besuchen. Diese Möglichkeiten werden bereits von beiden Seiten wahrgenommen, müssten aber noch verstärkt werden.

Guenhael Huet, Bürgermeister von Avranches, liegt die Städtepartnerschaft und der Austausch zwischen Jugendlichen und Einwohnern der beiden Städte sehr am Herzen. Er sagte, er werde darüber wachen, dass die Flamme nicht erlischt. Sein wesentliches Anliegen sei es, dass seine Schüler weiterhin die schöne deutsche Sprache lernen, indem - wie in den 90er Jahren - verschiedene Initiativen ergriffen werden, z.B. indem ein Schulaustausch bereits in der Mittelstufe organisiert wird.

Zur Feier des 50jährigen Jubiläums der Schulpartnerschaft zwischen Avranches und Korbach wurde ein Baum des Friedens (eine Linde) auf dem Rasen in der Mitte des Schulhofs des Lycée Emile Littré gepflanzt.

 

Übersetzung von B. Schmidt-Graß

  

Siehe auch den Bericht von der Rock-AG in Avranches

 

La Cambe

Anlässlich einer militärhistorischen Fahrt zu den Invasionsabschnitten in der Normandie (D-Day 1944) vom 6. bis 11.9.2004 wurde der deutsche Soldatenfriedhof La Cambe, ca. 8 km östlich von Isigny besucht. Am Rande dieser Kriegsgräberstätte, auf der heute 21.115 deutsche Gefallene ruhen, befindet sich ein Friedenspark, der am 21.9. 1996 mit dem Pflanzen der ersten 21 Bäume eröffnet wurde.

 

Die Idee des Friedensparks besteht in der Übernahme einer Spende von 500 Mark für eine Baumpatenschaft einer Einzelperson oder einer Schulklasse. Von dieser Möglichkeit hat 1998 auch die Alte Landesschule auf Anregung ihres damaligen Leiters, Karl-Heinz Keudel, Gebrauch gemacht.

 

Durch den Hinweis eines Fahrtteilnehmers hat Bruno Anweiler, 2. Vorsitzender des Vereins der Ehemaligen Korbacher Gymnasiasten, diesen Baum mit der Plakette gefunden und für die ALS fotografiert. Schüler und Schülerinnen der Schule können sehen, zu welch stattlichem Baum ihre "Baumpatenschaft" sich entwickelt hat.