Verkehrserziehung

ALS-Schüler beim Fahrsicherheitstraining

 

Quietschende Reifen, ein Rauschen aus dem Headset und auch ein wenig Herzklopfen, das waren die Geräusche, die immer wieder vor der eigenen Fahrt zu hören waren. Am 22. September habe ich zusammen mit 14 anderen Mitschülern und Mitschülerinnen der Alten Landesschule Korbach am Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht teilgenommen. Für alle war es ein spannender, spaßiger und vor allem auch lehrreicher Tag in der ehemaligen Kaserne bei Mengeringhausen.

Ein wenig ungeduldig hörten wir uns die Begrüßung von unserer Kursleiterin Claudia Schubert an und schon bei der Vorstellungsrunde war mir ein wenig mulmig, da ich merkte, dass ich mit meinen zwei Monaten auf der Straße eine der Unerfahrensten war. Doch auch den anderen Mädels war etwas bange vor der ersten Aufgabe. Wir sollten im Kreis fahren und dabei immer den gleichen Abstand zu einem Partner haben, beschleunigen und Vollbremsung inklusive. Aber nach der ersten Fahrt war ich vollauf begeistert. So ging es dann auch bei den meisten anderen Übungen.

Beim Slalom auf glatter Fläche fuhr ich zum ersten Mal bei einem Freund mit, der direkt ins Rotieren kam; ein kleiner Schreck blieb da nicht aus. Zum Glück erwischten alle von uns ein paar Pylonen, sodass sich keiner schämen musste. Und darum waren wir auch da. Jeder sollte einmal erleben, wie man sich in Extremsituationen verhalten soll und wie lange man sein eigenes Fahrzeug unter Kontrolle haben kann, wenn auch nicht alles gleich klappte.

Theresa Wegener beim Slalom

Auch den Elchtest, einen kurzfristigen Spurenwechsel, haben wir besprochen und erprobt. Die Gefahrenbremsung übten wir nach der Mittagspause, wobei wir uns im Bremsweg ganz schön verschätzten. Bei unterschiedlichen Straßenverhältnissen trennten sich dann die Fahrer mit und ohne ABS (Anti-Blockier-System). Während die ABS-Fahrer mit leichten Korrekturen zum Stehen kamen, drehte ich mich ohne ABS mit meinem Fahrzeug. Beim Ausweichen auf glatter Fahrbahn mussten alle, vor allem die ohne ABS, zum Abschluss ihr Erlerntes zeigen. Und ein wenig stolz war ich dann auch auf mein geglücktes Ausweichmanöver.

Für mich persönlich und wahrscheinlich auch für viele andere kann ich behaupten, dass dieses Training viel Spaß und für den Winter hoffentlich viel Nutzen gebracht hat. Auf jeden Fall fühle ich mich jetzt ein wenig sicherer hinter dem Steuer.